13. November: Vortrag "3D-Druck und die Rechte Dritter". Mit Prof. Dr. L. Grosskopf



3D-Drucker leiten die "dritte industrielle Revolution" ein. 3D-Drucker replizieren sich nicht nur selber, sondern auch Alltagsgegenstände. In 3D-Druck-Shops - den Copyshops der Zukunft - können professionelle 3D-Drucker genutzt werden, und in „Social Manufacturing“ - Diensten kann jeder die Arbeitsleistung seines 3D-Druckers anbieten, aber auch Vorlagen für den Druck von Gebrauchs- und Design-Gegenständen verbreiten. Selbst "The Pirate Bay" hat inzwischen eine Rubrik "Physibles" für 3D-Modelle.

Die Nutzung und Weitergabe von gedruckten 3D-Objekten, aber auch von 3D-Vorlagen kann mit dem Urheber-, Marken-, Patent-, Gebrauchsmuster- und Geschmacksmusterschutz kollidieren, die den Inhabern Monopolrechte an ihren Entwürfen und Erfindungen gewähren. Es sind also rechtliche Untiefen beim 3D-Druck zu umschiffen, damit die „dritte industrielle Revolution“ nicht an den Klippen des bestehenden Rechtssystems zerschellt.

Prof. Dr. L. Grosskopf wurde nach seinem Studium der Rechtswissenschaften und einem Aufbaustudiengang für Europäisches und Internationales Recht Lehrbeauftragter für Urheber- und Medienrecht an der Universität und Hochschule Bremen, wo er inzwischen als Honorarprofessor lehrt. Zunächst war Prof. Dr. L. Grosskopf in einer der großen Bremer Kanzleien - zuletzt mehrere Jahre als Partner - als Rechtsanwalt tätig und hat dort die Abteilung für IT- sowie für Urheber- und Medienrecht aufgebaut. Längere Zeit war Prof. Dr. L. Grosskopf gleichzeitig Justiziar einer der 12 in Deutschland zugelassenen Verwertungsgesellschaft.

Initiiert wurde die Veranstaltung von Karsten Joost, FabLab-Projekt Bremen.

Wir bitten um verbindliche Anmeldungen bis Freitag, 8. November an info@brennerei-lab.de - Vielen Dank!

Datum: Mittwoch, 13. November, 18.00 Uhr
Ort: wird noch bekanntgegeben
Eintritt frei

Foto: Ingo Schinz

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